Das Forschungsinstitut Hohenstein verleiht in jedem Frühjahr rund 300 Textilreinigungen in Deutschland das RAL-Jahresprüfzeichen. Für jeden dieser Betriebe bedeutet das eine sehr große Auszeichnung, stellen doch die Anforderungen, die dafür erfüllt werden müssen, eine schwere Hürde dar. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige wirtschaftliche Selbstkontrolle, um die bestmögliche Qualität von Produkten zu gewährleisten. Seit 1978 wird das RAL-Zeichen auch an Textilreinigungen verliehen. Sowohl für den Verbraucher, als auch für Bekleidungshersteller und den Textilhandel bringt dies einige Vorteile mit sich. Ein Reinigungsbetrieb, der sich ein solches Qualitätszeichen erworben hat, bürgt für fachliches Können und sorgfältige Pflege der Kleidung auf gleichbleibend hohem Niveau und zu einem marktgerechten Preis. Dafür müssen die eigenen Standards - laufend angepasst an neueste technische Entwicklungen - ständig selbst überprüft und den Gütebestimmungen des RAL angeglichen werden. Unabhängige Sachverständige des Forschungsinstituts Hohenstein kontrollieren regelmäßig unangemeldet die Einhaltung der RAL-Vorschriften. Eine Person mit nachgewiesener Qualifikation in leitender Stellung und gut gewartete Einrichtungen und Maschinen, die den gesetzlichen Anforderungen - etwa im Bereich der Umwelttechnologie - und dem Standard moderner Reinigungstechnik entsprechen, sind die Voraussetzungen, die ein Betrieb erfüllen muss. Außerdem muss die Möglichkeit zur Nachausrüstung, beispielsweise imprägnieren und appretieren, gegeben sein. Besonderen Augenmerk legen die Kontrolleure auf den einwandfreien Zustand der fertiggestellten Kleidung. Mittels einer umfangreichen Stichprobe wird die Qualität der Bügelei und der Fleckentfernung geprüft. Liegen die Ergebnisse außerhalb der Toleranzen, wird das Personal unverzüglich am Arbeitsplatz nachgeschult. Unangemeldet erscheint der Kontrolleur einige Zeit später wieder, um den Erfolg seiner Empfehlungen zu kontrollieren. Dies alles bedeutet für den Kunden, dass er sicher sein kann, seine Kleidung den richtigen Händen anvertraut zu haben.

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